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Ahmadiyya an Deutschen Universitäten: was sind Eure Erfahrungen?

Liebe Community,
uns wurde anonym ein Artikel aus der Zeitung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) der Goethe-Universität Frankfurt am Main zugespielt. Dieser wurde von mehreren Ahmadis verfasst, welche die kultische/sektiererische Kontrolle von Ahmadi-Studierenden auf den Campi der Goethe-Universität Frankfurt am Main anprangern ohne aber die Jamaat selbst beim Namen zu nennen. Aufgrund von verschiedenen strategischen Verweisen wie "Schwein macht schwul", den pakistanischen Namen der Verfassenden oder etwa der Mailangabe ("solidarische Jamaat") lässt sich für einen Ahmadi relativ schnell erkennen, dass im Artikel die Jamaat angesprochen wird. Wie ihr sicherlich wisst, liegt die Zentrale der Jamaat in Frankfurt am Main und dementsprechend sind auch die Zahl von Ahmadi-Studierenden hoch und die damit einhergehenden sozialen und religiösen Zwänge sehr stark. Wir finden den Artikel unglaublich gut und möchten ihn hier auf unserem Forum posten:
Was sind Eure Erfahrungen mit der Ahmadiyya an Deutschen Universitäten? Seid Ihr gar selbst Ahmadi Studierende und würdet Ihr der Sektenzuschreibung, wie sie im Artikel passiert, zustimmen? Findet Ihr auch, dass es auf Eurem Campus nicht genügend Räume und Orte gibt, wo Ihr aufgrund der Jamaat Eure Liebe (bsp. zu einem/r Partner*in) oder Euren Körper frei ausleben könnt? Könnt Ihr in Euren Kreisen frei über die Jamaat sprechen ohne dabei instrumentalisiert zu werden von Islamist_innen oder Rechten?
Wir freuen uns auf Eure Beiträge <3
PS: der Artikel ist in akademischer Sprache geschrieben. Schaut in unser Glossar rein. Den Begriff non-binary findet Ihr unter "binäre Geschlechterordnung". Der Begriff "positive liebes-, körper- und sexpositive Räume" wird ein wenig unter "Safer Spaces" und "Exit-Option" erklärt.
Den vollständigen Artikel aus der ASTA-Zeitung der Goethe-Universität Frankfurt am Main auf den Seiten 21-22 findet Ihr unter diesem Link und hier:

Vom Campusleben als Sektenmitglied

Hier und dort hört man von Kulten und Sekten. Dass es diese gibt, wird wohl niemand verneinen. Viele wissen sicher auch, dass die Verteiler*innen religiöser Bücher auf dem Campus einer eher spezielleren Sorte von religiöser Gemeinde angehören, als man sie von zu Hause gewohnt ist. Was ist aber, wenn Du in einer Sekte drin bist? Wir sind in eine religiöse Sekte hineingeboren und als Kind der Gemeinde versprochen worden, doch heute ausgestiegen: theologisch, politisch, sozial – einige sind aber immer noch formell eingeschrieben. Zu groß wären für manche die seelischen Konsequenzen, die aus der endgültigen Exkommunikation erwachsen würden (familiärer Ausschluss, Gewalt und der soziale Tod). Bis dahin heißt es erst einmal für viele von uns: leben und die eigene toxische Gemeinde überleben.
Unser Sektenalltag (auf dem Campus):Unsere Gemeinde ist eine Sekte, weil es sich für uns und andere wie eine anfühlt und weil sie die Bedingungen für eine geschlossene und repressive Gemeinde erfüllt1. Unsere Sekte ist eine endzeitliche. Sie glaubt, dass die Welt 300 Jahre nach dem Erscheinen des Gründers unter-gehen wird (also recht bald). Mitgliederzahlen werden um das zehnfache erhöht angegeben, um stets den Anschein einer gesegneten und wahrhaftigen Gemeinde zu wahren. In unserer Gemeinde herrscht sehr strikte Endogamie, Frauen werden ausgeschlossen, wenn sie außerhalb der Gemeinde heiraten. Mitglieder, die das sog. »andere Geschlecht« nachahmen, werden diszipliniert (bspw. non-binary Mitglieder oder Männer mit Ohrringen). Abweichungen von Heterosexismus (Stichwort »Schwein macht schwul«) als allgemeingültiges Lebens-, Liebes-, und Sexualkonzept werden nicht geduldet, vor- und außereheliche romantische Bindungen erst recht nicht. In unserer Kultge-meinde gibt es Liebe nur für die, die sich gut eingliedern und Ablehnung für jene, die von dem Weg der Sekte abkommen oder gar dissidieren. Da werden Eltern bedroht, wenn Kinder aussteigen, Lügen über einen verbreitet und wo es nur geht Aussteiger*innen sehr selbstsicher zur Hölle verdammt. Außerdem im Repertoire: Gaslightning und Manipulationen, bis wir die Wahrnehmung unserer Repressionsrealität selbst in Frage stellen, üble Nachreden auf dem Campus und sonst wo, Täter*innen-Opfer-Umkehrung (»Wegen Dir hat unsere Gemeinde nun ein schlechtes Image...«), Victim-Blaming (»Warum trägst Du auch einen Minirock...«), Individualisierung der Repression in Verbindung mit Vorwürfen von »persönlichen Rachefeldzügen« oder gar die Gleichsetzung Community interner Aushandlungen von Repressionen mit Rassismus oder gar Blasphemie.
Im Unikontext ist unsere Aufgabe die Wer-bung für unsere Gemeinde bei anderen Studierenden und Dozent*innen in freundschaftlichen und professionellen Gesprächen. Des Weiteren wird von uns erwartet zu den Kultveranstaltungen einzuladen, die Wahrhaftigkeit unserer Gemeinde zu ver-teidigen und immer und überall positive Referenzen zur Gemeinde zu ziehen - der Campus ist für uns ein Ort der aggressiven Missionierung. Ungern wird daher gesehen, wenn Mitglieder außerhalb der Gemeinde eigene Netzwerke aufbauen. Zu groß ist die Befürchtung der Ablösung und Unabhängigkeit von der Sekte. Kritisches Denken und kritische Praxis als Erziehungsmethoden einer befreiten Gesellschaft sowie die Kritik an der Gemeinde sind strengstens verboten. Die Erkenntnisse, die wir Jura-Studierende aus der Grundrechtevorlesung entnehmen, gelten höchstens für die Anderen bzw. Ungläubigen, aber nie für einen selbst. Unwichtig ist uns übrigens, ob es sich bei den Kulten und Sekten etwa um christliche, muslimische oder andere religiöse Gruppen handelt. Wir glauben, dass Sekten viel Ähnliches vereint, auch wenn sie sich am Ende in ihren historischen und theologischen Ursprüngen stark unterscheiden mögen. Wir befürchten nur, dass eine konkrete Benennung der Sekte dazu führen könnte, dass reaktionäre Kräfte unsere Kämpfe beschlagnahmen und instrumentalisieren könnten und dies Rassismus und die Repression gegen Minderheiten fördern könnte. Daher bleiben wir erst einmal bei Sekte und Kult-Betroffene werden sich ihren Rest selbst denken und das ist ok so.
Disziplin und Ordnung!
Sie besucht jetzt die Tanzkurse an der Uni. Er trägt jetzt Ohrringe. Sie hat jetzt Tattoos. Person xy hat jetzt einen Lover und war mit ihm verbotenerweise auch noch im Kino. Sie war auf einer Demonstration. All das kann Konsequenzen haben, denn diese Dinge sind in unserer Gemeinde verboten und werden geahndet. In unse-rer Sekte herrscht ein sehr effektives Informationsregime. Daten wie diese werden über alle Mitglieder unserer Sekte fleißig in Excel-Ta-bellen gesammelt. Daraus lässt sich gut erkennen, wer ein gutes und wer ein sektenfernes Mitglied ist. Seit unserer Kind-heit werden in unserer Gemeinde Handys dahingehend kontrolliert, ob frau* Kontakt mit dem sog. »anderen Geschlecht« hatte. Unsere Eltern kontrollieren, ob wir religionskritische Literatur in den Rega-len liegen haben und erinnern uns daran, stets religionskritische Theoretiker*innen in Soziologie-Seminaren zu kritisieren. Unsere Geistlichen besuchen Gemeinde-kinder gar zu Hause, wenn sie wieder ein-mal nicht beim geschlechtergetrennten Gemeinschaftsunterricht waren.Mittlerweile haben wir unsere kleine Liste mit Orten, wo es sich einigermaßen sicher studieren und lieben lässt. Auch kennen wir natürlich Orte, mit denen wir keine guten Erfahrungen gemacht haben, weil diese zwar schöne, aber gefährliche Orte für Aussteiger*innen aus Sekten sind, denn die Mitglieder, die einen bei der Zentrale melden könnten, halten sich vor allem dort auf. Einige seien hier genannt: Haus der Stille, Alte Mensa, Rotunde oder etwa die Foyers und Eingangsbereiche von größe-ren Unigebäuden (z. B. PEG oder RUW auf dem Campus Westend). Infolgedessen sind viele von uns depressiv geworden und befinden sich in psychotherapeutischer Behandlung. Eltern und Geist-liche sagen uns stets »Ohne Gemeinschaft bist Du nichts« oder »Wenn Du aussteigst, tötest Du uns«. Viele von uns bleiben sozial isoliert und fühlen sich gedanklich gefan-gen, gebrainwashed. Die Kontrolle um uns herum erschwert immer mehr unseren Studien- und Lebensalltag. Wir kennen andere, die sich deshalb das Leben genommen haben - diese wurden dann unehrenhaft und post mortem aus der Gemeinde entlassen, weil Suizid verboten ist, aber niemand über die Ursachen reden will, die uns dazu zwingen. Es gibt allgemeines Misstrauen unter Dissident*innen, immer könnte ein*e Sittenpolizist*in unter uns sein.
Was nun, was tun?
Zuerst einmal ankündigen, dass es auf diesen Beitrag sicherlich Reaktionen geben wird. Da wir noch Mitglieder sind, wird man sicherlich versuchen, unsere Identitäten aufzudecken. Unsere Erfahrungen wird man negieren und uns alles Mögliche vorwerfen. Die Aufgabe von anderen Sektenmitgliedern wird es sein, das Gute in Sekten vorzubringen: etwa bedingte Liebe, Gemeinschaftlichkeit und (Über-)Fürsorge. Einige mögen es Paranoia nennen, wir nennen es gesunde Skepsis. Im Herzen wissen wir, dass es sich lohnt weiterzukämpfen, für das schöne Leben und die befreite Gesellschaft. Und wir wissen auch, dass wir nicht allein sind mit all diesen Gedanken. Unser Campus ist nicht für alle ein schöner Ort. Wir wünschen uns für die Zukunft mehr Schutzräume für Betroffene von Ausgrenzung sowie Sensibilität für die Bedürfnisse von Menschen aus Sekten und Kulten. Auch wünschen wir uns Anlaufstellen, um die Repression der Kontrollsysteme und der aggressiven Missionierung offenlegen zu können. So fragen wir uns: wo gibt es auf unserem Campus liebes-, körper- und gar sexpositive Räume? Und: was ist überhaupt positiv? Für uns ist zumindest schon einmal positiv, wenn wir uns nicht schämen müssen für das was wir tun und was wir sind. Wenn wir nicht befürchten müssen, dass unser Händchenhalten, Küssen oder Ohrringe tragen auf dem Cam-pus demnächst der Sittenpolizei-Abteilung der Gemeinde gemeldet wird. Nichtsdestotrotz: Unis sind gute Orte zur Organisation. Sie bieten Ressourcen und Strukturen, um Gleichgesinnte und andere Dissident*innen zu treffen, unterzutauchen und zu heilen. Wir wünschen uns für die Zukunft nur mehr Unterstützung gegen die seelisch sehr belastende Studiensituation und die Anerkennung all dieser Erfahrungen Daher möchten wir auch mitteilen, dass wir gerne da sind, wenn andere die zweifeln Hilfe brauchen. Hast Du auch negative Erfahrungen gemacht mit Deiner religiösen Community? Brauchst Du politischen und seelischen Beistand? Melde Dich bei uns. Wir können Dich beraten, Dir Litera-tur und professionelle Hilfe anbieten oder Dir auch nur einfach zuhören: [solidarische_[email protected]](mailto:[email protected])
Die Gedanken sind frei. Wir sind nur so radikal wie die Verhältnisse, die uns alltäglich kaputt machen.
Sheraz Ahmed, Lubna Afzal und Rahbah Bajwa aus Frankfurt am Main (Namen geändert).
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